Was benötigen wir?
Ein Ziel des Projekts Minderheitenleben ist es, Dauerausstellungen zur neuesten Geschichte des Grenzlandes im Sonderburger Schloss, im Danevirke Museum und in den Deutschen Museen Nordschleswig zu schaffen. Den Museen fehlt es jedoch an Gegenständen und anderen Zeugnissen.
Daher werden Gegenstände und andere konkrete Sachzeugnisse zur Geschichte der Minderheiten, zu den Lebensumständen und Sitten von 1945 bis in die heutige Zeit nördlich und südlich der Grenze gesammelt. Es können private Gegenstände sein, die eine Geschichte haben. Es können Gegenstände sein, die aus dem Grenzland und von Vereinen, Bürger-/Vereinshäusern sowie anderen Gemeinschaften stammen.
Gegenstände, Bilder und Dokumente werden gesammelt und ausgestellt als Zeugnisse des Alltags- und Gemeinschaftslebens in der Minderheits- und Mehrheitsbevölkerung im deutsch-dänischen Grenzland.
Im Beitrag oben sehen Sie, welche Gegenstände dem Projekt bereits zugegangen sind. Quelle: TV-Syd
Erinnerungen
Das Sammeln von Erinnerungen sollte ein weitgespanntes und allseitiges Bild vom Leben im Grenzland in der Zeit von 1945 bis heute geben. Es werden dabei Erzählungen zu Personen und Familien in der Geschichte der Minderheiten gesucht, zum Leben in der Minderheit und im Grenzland, zur Identität, zu Sprachen, Sitten und Gebräuche sowie anderen Kulturelementen.
Das Leben heute
“Gegenstände” können auch Sitten und Gebräuche sein, die eine wichtige Rolle in der jeweiligen Minderheit, ihren Organisationen und im Gemeinschaftsleben spielen oder spielten. Es kann sich dabei auch um Ereignisse handeln, die als symbolisch für die Minderheit, die Identität und Zugehörigkeitsverhältnisse des einzelnen Mitglieds gesehen werden können.
In Verbindung mit dem Sammelprojekt wird eine gegenwartsnahe Dokumentation des Lebens im deutsch-dänischen Grenzland durchgeführt. Auf der Grundlage von Geschichten, Bildern, Tonaufnahmen und Interviews wird unter anderem Unterrichtsmaterial und ein Dokumentarfilm auf DVD erstellt. Auf diese Weise erhalten Schulen und Öffentlichkeit einen besseren Einblick in die multinationale und multikulturelle Wirklichkeit im deutsch-dänischen Grenzland.
